
2007/2008
Ali N. Askin
Oper für Kinder nach den Gebrüdern Grimm
Komposition und Musikalische Leitung: Ali N. Askin
Libretto und Dramaturgie: Helga Utz
Inszenierung: Jevgenij Sitochin
Bühnenbild und Kostüme: Angelika Höckner
Licht: Pit Schmidt
Eisenhans: Wilfried Zelinka
Ein junger Königssohn: Martin Mairinger
Eine Kinderfrau / Eine süße Prinzessin: Theresa Dlouhy
Eine grantige Köchin / Eine freundliche Amme: Ulla Pilz
Ein fremder Jäger / Ein arroganter Hofmarschall / Ein alter König: Andreas Jankowitsch
Violine: Diana Kiendl-Samarovski
Klavier: Stephanie Hacker
Schlagzeug: Margit Schoberleitner
Eisenhans nach den Brüdern Grimm verarbeitet ein uraltes Erzählmotiv, das Motiv des „Wilden Mannes". Dieser ist ein Archetyp, eine Alternative zur Konvention, er entstammt anderen Zeiten, anderen Gegenden, anderen Gesetzen, hat Erfahrungen, die dem gezähmten Mann verborgen sind.
Eisenhans herrscht in einem unheimlichen Wald, aus dem kein Lebewesen mehr zurückkommt. Er sitzt mit rostiger Haut am Grunde eines Pfuhles, in den er alles hinunterzieht, als zottiger furchterregender Riese. Doch lässt er sich gefangen nehmen und fristet sein Leben in einem Käfig, bis ihn der kleine Königssohn befreit und mit ihm in den tiefen Wald geht, wo sich Eisenhans als fürsorglich zeigt. Er besitzt einen geheimnisvollen goldenen Brunnen, der Ausgangspunkt wird für den weiten Weg des Königssohns, der zunächst versagt, aber mithilfe von Eisenhans zu einem mutigen Ritter heranwächst, eine selbstbewusste Prinzessin findet und ein Königreich obendrein.
Im Vertrauen auf den unheimlichen, wilden Mann überwindet ein Kind seine Ängste und Nöte und gewinnt schließlich als strahlender Sieger die Königstochter. Nach dem großen Erfolg von Wolfgang Mitterers Das tapfere Schneiderlein - „Besseres kann Theater Kindern nicht bieten" (Opernwelt) - ist dies nun die zweite Kinderopernproduktion der Wiener Taschenoper: Ali N. Askin Eisenhans! Der Berliner Komponist liebt es, Klänge aller Art zu einem fantastischen Hörerlebnis zu mixen. Gemeinsam mit dem Königssohn tauchen wir ein in die fantastische Welt des Eisenhans, in der Gold golden und Eisen eisern ist, in der Knaben zu Männern reifen und Liebe ohne Treue nichts wert ist.